Die Phase, in der eine Sanierung noch wenig kostet.
Kaum ein Unternehmen gerät über Nacht in Schieflage. Der Ertrag geht seit einigen Quartalen zurück, das Konto ist am Limit, ein Kunde ist weggebrochen, die Bank fragt genauer nach. Es ist noch nichts passiert, was man nach außen erklären müsste, aber die Richtung stimmt nicht mehr.
Genau das ist der Zeitpunkt, an dem eine Sanierung wenig kostet und viel bewirkt. Wir analysieren die Lage, benennen die Ursachen und setzen mit Ihnen die Maßnahmen um, bevor Dritte den Takt vorgeben.
Was Sie davon haben
- 1Sie behalten die Initiative. Wer selbst auf die Bank zugeht, verhandelt. Wer wartet, bis die Bank kommt, wird verhandelt.
- 2Die Maßnahmen sind noch mild. Je früher gegengesteuert wird, desto weniger muss geschnitten werden.
- 3Es bleibt vertraulich. Kein Verfahren, keine Öffentlichkeit, keine Meldung an Auskunfteien.
- 4Sie erfüllen Ihre Überwachungspflicht. Was § 1 StaRUG von der Geschäftsleitung verlangt, entsteht hier nebenbei als Dokumentation.
- 5Sie wissen, wo Sie stehen. Auch wenn das Ergebnis lautet, dass es reicht: Auch das ist eine Information, die entlastet.
Die Signale, bevor es sichtbar wird
Krisen laufen in Stufen ab, und jede Stufe hat ihre eigenen Anzeichen. Wer sie kennt, gewinnt Monate:
Strategie. Der Markt verändert sich, das Angebot nicht. Neukunden werden seltener, Ausschreibungen gehen verloren, der Wettbewerb ist schneller. In den Zahlen sieht man noch nichts.
Absatz und Erträge. Umsatz stagniert oder sinkt, die Marge kommt unter Druck, Rabatte werden zum Regelfall. Das Ergebnis trägt sich noch, aber nur über Sondereffekte.
Liquidität. Zahlungsziele werden gedehnt, das Kontokorrent ist dauerhaft ausgeschöpft, Lieferanten mahnen, Steuern und Sozialabgaben werden zur Dispositionsmasse. Spätestens hier zählt jede Woche.
Viele Unternehmen holen sich erst in der dritten Stufe Hilfe. Mehr bewirken lässt sich in der ersten oder zweiten.
Erst der Blick von außen
Kurzanalyse. In wenigen Tagen entsteht ein Bild der Lage: Wie entwickeln sich Ertrag und Liquidität, wo liegen die Ergebnisträger und wo die Verlustbringer, wie ist die Finanzierung strukturiert, welche Fristen laufen. Das Ergebnis ist eine Einschätzung, ob Handlungsbedarf besteht, und wie dringend.
Ursachen statt Symptome. Ein Ergebnisrückgang ist ein Symptom. Ob er von einer verfehlten Preisstrategie kommt, von einem Kunden mit zu viel Gewicht, von Prozessen, die zu viel kosten, oder von einer Struktur, die nicht mehr zum Markt passt, entscheidet über die Maßnahme.
Maßnahmen mit Wirkung und Frist. Was bringt wann wie viel? Wir arbeiten die Maßnahmen heraus, rechnen sie in die Planung ein und priorisieren nach Wirkungsgeschwindigkeit, kurzfristig Liquidität, mittelfristig Ertrag, langfristig Struktur.
Umsetzung auf Wunsch mit uns. Viele Unternehmen wissen nach der Analyse, was zu tun ist, und haben trotzdem niemanden, der es tut. Wir begleiten die Umsetzung, bei Bedarf mit Übernahme einer Rolle auf Zeit.
Wenn Dritte einbezogen werden müssen
Reicht die eigene Kraft nicht, kommen Finanzierungspartner ins Spiel. Diese Gespräche entscheiden sich weniger an der Lage als an der Vorbereitung. Eine Bank, die eine belastbare Planung, klare Maßnahmen und einen realistischen Zeitplan sieht, verhält sich anders als eine, die vage Zuversicht hört.
Wir bereiten diese Gespräche vor, erstellen die Unterlagen und begleiten die Verhandlung, von der Verlängerung von Zahlungszielen über Stundungen und Stillhaltevereinbarungen bis zur Anpassung von Linien und Covenants.
Wann eine Sanierung außerhalb nicht mehr reicht
Nicht jede Krise lässt sich außergerichtlich lösen. Wenn die Altlasten so hoch sind, dass kein realistisches Ergebnis sie tilgt, wenn einzelne Gläubiger blockieren oder wenn die Zeit nicht mehr reicht, ist der ehrlichere Weg ein geordnetes Verfahren, StaRUG oder Eigenverwaltung.
Wir sagen das dann auch. Eine außergerichtliche Sanierung, die absehbar scheitert, verbraucht genau die Zeit und das Vertrauen, die ein Verfahren gebraucht hätte.