– Pressemitteilung –
Heitbrink-Gruppe in Bissendorf startet Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung – rund 70 Mitarbeitende in der Gruppe
Bissendorf/Osnabrück, 12. März 2026 – Für die Heitbrink Recycling GmbH & Co. KG und die Heitbrink Rückbau GmbH aus Bissendorf hat das Amtsgericht Osnabrück am 11. März 2026 die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Das Unternehmen beschäftigt gemeinsam mit den verbundenen Gesellschaften rund 70 Mitarbeitende und ist fest in der Region verankert. Ziel des Verfahrens ist die Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation sowie die Fortführung des Geschäftsbetriebs der Unternehmensgruppe. Die Löhne der Mitarbeitenden sind über das Insolvenzgeld abgesichert.
Unternehmen im Bau- und Recyclingumfeld mit regionaler Verankerung
Wer die Wissinger Straße entlangfährt, kennt das Bild: eine olivgrüne Deutz-Planierraupe, eine historische Baumaschine mit sichtbarer Patina, postiert an der Zufahrt zum Betriebsgelände. Dahinter erstreckt sich ein weitläufiges Areal mit schwerem Baugerät und mobilen Anlagen. Hier wird die tägliche Praxis im Rückbau und in der Baustoffaufbereitung sichtbar.
Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis 1961 zurück. Gegründet als Lohnunternehmen, entwickelte sich der Betrieb insbesondere seit den 1990er Jahren zu einem Anbieter für Abbruch- und Recyclingleistungen. Heute führt Martin Heitbrink das Unternehmen in dritter Generation.
Die Heitbrink Recycling GmbH & Co. KG bereitet mineralische Baustoffe auf und führt Materialien in den Stoffkreislauf zurück. Das Unternehmen übernimmt zudem Rückbau-, Erd- und Entsorgungsleistungen. Gemeinsam mit der Heitbrink Rückbau GmbH und der Heitbrink GmbH & Co. KG besteht eine Unternehmensstruktur mit rund 70 Mitarbeitenden. Das Sanierungsverfahren wird für alle Gesellschaften der Gruppe umgesetzt.
Wirtschaftliche Belastungen durch Markt- und Branchenentwicklung
Die wirtschaftliche Entwicklung war zuletzt von einer schwachen Baukonjunktur und einem rückläufigen Ausschreibungsvolumen geprägt. Insbesondere im Straßenbau ging das Auftragsvolumen spürbar zurück. Gleichzeitig stiegen zentrale Kostenpositionen, sodass sich die Kostenstruktur nicht im gleichen Maß anpassen ließ. Vor dem Hintergrund allgemein steigender Kosten in der Bau- und Recyclingbranche erhöhte sich der Margendruck.
Geschäftsführer Martin Heitbrink ordnet die Situation wie folgt ein:
„Das Auftragsvolumen ist in mehreren Bereichen spürbar zurückgegangen. Gleichzeitig steigen die laufenden Kosten im Betrieb weiter an. Deshalb war es für uns wichtig, frühzeitig die notwendigen Schritte einzuleiten, um das Unternehmen stabil aufzustellen und die laufenden Aktivitäten verlässlich fortzuführen.“
Eigenverwaltung ermöglicht geordnete Stabilisierung
Der Geschäftsbetrieb wird unverändert fortgeführt. Aufträge und Dienstleistungen werden wie gewohnt erbracht. Die Eigenverwaltung setzt voraus, dass eine tragfähige Fortführungsperspektive besteht. Die Geschäftsführung bleibt in der Verantwortung und wird durch den vorläufigen Sachwalter überwacht.
Im Mittelpunkt stehen die Überprüfung und Anpassung der Kostenstrukturen, die Stabilisierung der Liquidität sowie die Ausrichtung des operativen Geschäfts auf die aktuellen Marktbedingungen. Die Maßnahmen werden im engen Zusammenspiel aller Verfahrensbeteiligten umgesetzt. Die rechtliche Vertretung übernimmt Rechtsanwalt Ralph-Leonhard Fugger von der Kanzlei hnl Rechtsanwälte aus Osnabrück.
Die kaufmännische Begleitung übernimmt die Unternehmensberatung Worstbrock aus Osnabrück. Sie unterstützt die Geschäftsführung bei Analyse, Strukturierung und Umsetzung der Maßnahmen. Als vorläufiger Sachwalter begleitet Rechtsanwalt Dr. Peter Jacob von der Kanzlei Schoofs & Partner das Verfahren.
Im Zuge des eingeleiteten Investorenprozesses konnten bereits vielversprechende Gespräche mit regionalen potenziellen Investoren geführt werden.
Alexander Worstbrock dazu:
„Die aktuellen Rahmenbedingungen stellen viele Unternehmen der Bau- und Recyclingbranche vor erhebliche Herausforderungen. Im Fall von Heitbrink zeigt sich, wie entscheidend es ist, frühzeitig strukturiert zu handeln und die notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Die Eigenverwaltung bietet einen strukturierten Rahmen, um erforderliche Anpassungen geordnet umzusetzen und die Fortführung des Unternehmens zu sichern.“
Ziel: Erhaltung und Stabilisierung des Standorts
Die Bau- und Recyclingbranche ist derzeit von einer verhaltenen Nachfrage und externen Einflussfaktoren geprägt. Unternehmen sind gefordert, ihre Kostenstrukturen anzupassen und Prozesse effizient auszurichten.
Ziel des Verfahrens ist die wirtschaftliche Stabilisierung der Unternehmensgruppe und der Erhalt des Standorts. Mögliche Lösungen werden ergebnisoffen geprüft und mit den Verfahrensbeteiligten abgestimmt.
Kontakt
Heitbrink Recycling GmbH & Co. KG
Heitbrink Rückbau GmbH
Heitbrink GmbH & Co. KG
Wissinger Straße 2
49143 Bissendorf
www.heitbrink-gmbh.de
Tel.: 05402 56 17
E-Mail: info@heitbrink-gmbh.de
hnl Rechtsanwälte in Partnerschaft mbB | Notare
www.hnl.law
SCHOOFS & PARTNER Rechtsanwälte mbB
www.schoofspartner.de
Unternehmensberatung Worstbrock
Buchenbrink 4
49086 Osnabrück
www.worstbrock.de
Tel.: 0541 500 38-0
E-Mail: zentrale@worstbrock.de
– Ende Pressemitteilung –
Für Rückfragen an die Unternehmensberatung Worstbrock steht Ihnen Herr Johannes Wübben gerne zur Verfügung
E-Mail: johannes.wuebben@worstbrock.de
Tel: 0541 500 38-16



























