– Pressemitteilung –

Lebenshilfe Schenefeld in vorläufiger Eigenverwaltung – Amtsgericht Pinneberg ordnet Verfahren zur Stabilisierung in der Eingliederungshilfe an

Schenefeld, 28. Januar 2026 – Für die Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung e. V. Ortsvereinigung Schenefeld hat das Amtsgericht Pinneberg mit Beschluss vom 28. Januar 2026 die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet. Der Verein hatte zuvor einen entsprechenden Antrag gestellt. Mit diesem Schritt reagiert der Träger der Eingliederungshilfe strukturiert auf wirtschaftliche Herausforderungen und nutzt das Verfahren zur Stabilisierung und zukunftsfähigen Ausrichtung.

Gegründet 1979, ist der Verein ein etablierter Träger der Eingliederungshilfe in Schleswig-Holstein und Hamburg. Acht Wohngruppen, zwei Kindertagesstätten, zwei Tagesstätten für Erwachsene sowie ambulante Angebote und Schulbegleitungen gehören zum Leistungsportfolio. Insgesamt sind 342 Mitarbeitende beschäftigt.

Wirtschaftliche Ausgangslage

Verzögerte Entgeltanpassungen, steigende Personalkosten und strukturelle Refinanzierungsherausforderungen prägen derzeit die Rahmenbedingungen der Eingliederungshilfe. Veränderte Bedarfe und höhere Sachkosten konnten in den bestehenden Leistungsentgelten nicht ausreichend abgebildet werden.

Der Vorstand hat frühzeitig gehandelt und sich bewusst für die Eigenverwaltung entschieden. Das Verfahren ermöglicht es, notwendige Maßnahmen im laufenden Betrieb umzusetzen und die Verantwortung weiterhin selbst wahrzunehmen. Der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt fort. Die Löhne und Gehälter sind über die Insolvenzgeldvorfinanzierung gesichert. Für Betreute, Angehörige und Mitarbeitende ergeben sich keine Einschränkungen.

Zum vorläufigen Sachwalter wurde Rechtsanwalt Henning Sämisch von der Kanzlei S|H|N|F aus Hamburg bestellt. Die rechtliche Begleitung erfolgt durch Rechtsanwalt Joachim Beuck von der Kanzlei Nissen & Beuck Rechtsanwälte, Elmshorn.

Kaufmännische Stabilisierung im Verfahren

Im Verfahren wirkt die Unternehmensberatung Worstbrock an der kaufmännischen Stabilisierung mit und bringt ihre Restrukturierungsexpertise ein. Sie unterstützt Vorstand und Geschäftsführung bei der Umsetzung betriebswirtschaftlicher Maßnahmen, stärkt Transparenz, Liquiditätsplanung und Controlling und entwickelt tragfähige Strukturen für die weitere Ausrichtung.

Die Eigenverwaltung schafft den Rahmen, um diese Schritte konsequent umzusetzen und die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit dauerhaft zu sichern.

Alexander Worstbrock, Inhaber der Unternehmensberatung Worstbrock, erklärt:

„Die Sozialwirtschaft steht unter erheblichem betriebswirtschaftlichem Druck und zugleich in besonderer Verantwortung gegenüber den Menschen, die auf verlässliche Unterstützung angewiesen sind. Dauerhafte Stabilität entsteht durch klare Strukturen und fundierte kaufmännische Steuerung. Die Eigenverwaltung bietet hierfür einen geeigneten Rahmen, wenn sie mit Erfahrung und Augenmaß umgesetzt wird.“

Einordnung für die Branche

Das Verfahren verdeutlicht die strukturellen Refinanzierungsdynamiken, denen zahlreiche Träger der Eingliederungshilfe ausgesetzt sind, und unterstreicht die Bedeutung frühzeitiger betriebswirtschaftlicher Steuerung.

Die Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung e. V. Ortsvereinigung Schenefeld handelt damit verantwortungsbewusst und vorausschauend. Die Eigenverwaltung bietet in der aktuellen wirtschaftlichen Situation den rechtlichen Rahmen, um notwendige Anpassungen strukturiert umzusetzen und die wirtschaftliche Stabilität zu sichern.

Vor diesem Hintergrund begleitet die Unternehmensberatung Worstbrock seit über 35 Jahren Krisen- und Restrukturierungsprozesse im Mittelstand mit besonderer Erfahrung in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft.

Kontakt

Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung e.V.
Ortsvereinigung Schenefeld
Osterbrooksweg 57/59
22869 Schenefeld
www.lebenshilfe-schenefeld.de
Tel.: 040 752 55 08-0
E-Mail: verwaltung@lebenshilfe-schenefeld.de

S|H|N|F Rechtsanwälte – Wirtschaftsprüfer* Steuerberater* – Insolvenzverwalter
www.shnf.de

Nissen & Beuck Rechtsanwälte
www.nb-law.de

Unternehmensberatung Worstbrock
Am Schölerberg 9
49082 Osnabrück
www.worstbrock.de
Tel.: 0541 500 38-0
E-Mail: zentrale@worstbrock.de

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Für Rückfragen an die Unternehmensberatung Worstbrock steht Ihnen Herr Johannes Wübben  gerne zur Verfügung

E-Mail: johannes.wuebben@worstbrock.de
Tel: 0541 500 38-16

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